Weitere Naturschutzgebiete
Außer den Gebieten De Slufter und De Muy befinden sich auf Texel noch andere bedeutende Naturschutzgebiete; jedes besitzt einen
unverwechselbaren Charakter. Manche dieser Gebiete sind Eigentum der staatlichen Forstverwaltung, andere gehören dem ,Verein zur Pflege von
Naturdenkmälern'.
Im südlichen Teil des Dünengebietes befindet sich der Dünensee De Geul. Er grenzt an die schlickige Mokbaai und die jungen Dünenseen des
Horspolders. Dahinter liegt De Hors, eine weite Strandfläche, die sich immer noch ausdehnt. Da die staatliche Forstverwaltung der Natur ein wenig
hilft, entsteht dort ein neues Dünental, der Kreeftpolder.
Zwischen Texel und Den HeIder, südwestlich von De Hors, liegt die Sandbank De Noorderhaaks, auch De Razende Bol (die tosende Sandbank)
genannt. Diese kahle Sandbank verlagert sich langsam in Richtung Texel. Das bedeutet, dass die Fahrrinne zwischen Texel und De Razende Bol immer
schmaler, aber auch tiefer wird. Unter anderem wegen der dort herrschenden starken Strömung, findet auf der Westseite in der Mitte der Insel
regelmäßig Abbruch statt. Es ist durchaus möglich, dass sich De Razende Bol in Zukunft an Texel ,festsetzt'.
In dem Dünengebiet De Westerduinen in der Nähe des Waldes brütet eine Möwenkolonie. In den eierländischen Dünen in der Nähe des Leuchtturms
dahingegen kommen viele Singvögel vor, da es sich um ein altes, trockenes und stark bebuschtes Gebiet handelt.
Um zu verhindern, daß die Sandböden verwehen, wurde um die Jahrhundertwende auf Texel ein Wald angelegt. Zunächst bestand der Forst fast ganz
aus Nadelbäumen, doch im Laufe der Zeit ist ein Großteil durch Laubbäume ersetzt worden. Das auf diese Weise entstandene abwechslungsreiche
Erholungsgebiet nennen die Texelaner immer noch De Dennen (die Tannen).
Nördlich von De Koog liegt ein Heidefeld, das De Nederlanden genannt wird. Hier befindet sich De No van Bertus, eine sehr hohe Düne, von wo aus
man eine herrliche Aussicht über die Insel hat.
Zwischen De Koog und De Waal befindet sich der vogelreiche alte Polder Waal en Burg, der zum Teil Eigentum des Vereins zur Pflege von
Naturdenkmälern ist. Die dem Verein gehörenden, nicht gedüngten Weiden in diesem Gebiet, werden im Winter unter Wasser gesetzt. Wenn es nicht
friert, sind sie ein idealer Platz für allerlei Wasservögel. Bei Frostwetter wird Waal en Burg allerdings zu einer Domäne für Schlittschuhläufer, denn
wegen seiner geringen Tiefe friert die Wasserfläche schnell zu.
Drijvers Vogelweid De Bol liegt in der Nähe der Windmühle von Het Noorden und ist gleichfalls ein tiefgelegenes ungedüngtes Weideland, ein
interessantes Gebiet für Vogelfreunde, dass außerdem eine besondere Flora hat. Hier trifft man häufig Orchideen und Kuckucksblumen an.
De Schorren ist eine außerhalb des Wattenmeerdeiches gelegene Salzwiese mit charakteristischen salztoleranten Pflanzen; sie wird nur noch selten
überschwemmt. Mit Dammkonstruktionen aus Pfählen und Reisigholz versucht man, das Gebiet vor der See zu schützen.
Quelle: "Texel - Bild einer Insel"
Herausgegeben vom VVV Texel.