Der Strand
Der Strand ist der beliebteste Landschaftsteil für Wanderungen. Hier zeigt sich die Weite des Raums und das
stets wandelnde Gesicht der Nordsee. Während der vergangenen Jahrzehnte ist die Küste starkem Abschlag
ausgesetzt gewesen, durch den bei einem schweren Sturm Dünen in einer durchschnittlichen Tiefe von 10
Metern weggeschlagen wurden. Die Ursachen hierfür sind verschiedene Meeresströmungen, die dicht unter der
Küste verlaufen und vor allem bei schweren Nord-West-Stürmen ihren Tribut fordern. Vor allem am Strand von
Den Hoorn, im Norden von De Koog und am Leuchtturm sind die Folgen schwerwiegend. In der Nähe des
Leuchtturms bei Pfahl 30,5 errichtete Rijkswaterstaat eine besondere Art des Küstenschutzes. Und zwar wurde
im Meer ein gut einen halben Kilometer langer Damm gebaut. Südlich dieses Damms wird die Strömung
schwächer und der Strand breiter. Durch diesen Damm und ergänzende Maßnahmen wird das Dünengebiet bei
Eierland geschützt. Gegen die Bedrohung der Nordspitze Texels wurde am Leuchtturm eine Asphaltböschung
gebaut. Lediglich im Süden der Insel findet heute noch in nennenswertem Umfang Dünenbildung statt. Bei "De
Hors" ist seit Beginn dieses Jahrhunderts ein ausgedehntes Dünengebiet entstanden.
Ungefähr seitdem Jahre 1850 stehen auf dem Strand im Abstand von 1000 Metern Kilometerpfähle, die man an den schwarz oder weiß gestrichenen
Spitzen und einem oder mehreren gleichermaßen gemalten Ringen erkennen kann. Da jeder Pfahl fortlaufend nummeriert ist, gibt es auf diese Weise
eine gute Möglichkeit, sich zu orientieren.
Daneben stehen an jeder Buhne zwei Pfähle mit einer gelb gestrichener Spitze. Um Veränderungen des Strandes messen zu können, gibt es alle 200
Meter Pfähle mit einer roten Spitze, von denen aus Veränderungen in der Topographie des Strandes berechnet werden können. Für den Wanderer ist es
wichtig zu wissen, dass an einigen Stellen am Fuße der Dünen Pfähle mit einer gelben Spitze stehen. Diese Pfähle zeigen an, dass an dieser Stelle ein
Wanderweg durch die Dünen beginnt.
Eine der beliebtesten "Attraktionen" des Strandes bildet das angespülte Strandgut, das man dort immer finden kann. Seit es verbesserte Navigations-
und Kommunikationsmöglichkeiten an Bord der Schiffe gibt, gehören die früher regelmäßig vorkommenden Schiffskatastrophen und die in der Folge
angespülten wertvollen Strandgüter der Vergangenheit an. Der Wanderer findet in aller Regel wertlosen Zivilisationsmüll sowie Reste pflanzlichen und
tierischen Lebens.
Quelle: "Fahrrad- und Wanderrouten TEXEL"
Herausgegeben vom VVV Texel.