Das Watt
Am charakteristischsten für das Wattenmeer ist die Bewegung immenser Wassermassen bei Ebbe und Flut. Zweimal pro Tag fallen bei Niedrigwasser
große Teile des Watts trocken, bei Hochwasser dahingegen ist es ganz mit Wasser bedeckt. Im Wechsel der Gezeiten transportieren die enormen
Wassermengen Sand, Schlick, Plankton und eine ganze Reihe anderer Nährstoffe. Dadurch ist das Watt besonders reich an Nahrung für viele
Tierarten. Obwohl große Mengen Sand und Schlick in das Wattenmeer gelangen, versandet das Gebiet nicht. Durch die starke Strömung wird nämlich
ein Großteil dieses Materials wieder in die Nordsee zurückgetragen.
Plankton dient u.a. als Nahrung für Muscheln und Würmer, die im Wattboden leben und ihrerseits von Fischen und Vögeln gefressen werden.
Der Fisch schließlich dient als Nahrung für den im Wattenmeer heimischen Seehund. Er steht an der Spitze der Nahrungspyramide im Wattenmeer und
ist daher ein guter Indikator für die Qualität dieses Lebensraums.
Der Lebensraum Wattenmeer wird größtenteils von der Qualität des Wassers europäischer Flüsse beeinflußt, da dieses Wasser über die Nordsee auch
das Wattenmeer erreicht. Die Stoffe, die in die Flüsse eingeleitet werden, kommen letzten Endes auch ins Wattenmeer und reichern sich dort an. In den
letzten Jahrzehnten ist der Eintrag von Schwermetallen und Chemikalien stark zurückgegangen. In dieser Hinsicht hat sich auch die Qualität des
Wattenmeeres verbessert. Doch solange immer noch zu viele Schadstoffe ins Meer gelangen ist Wachsamkeit geboten.
Quelle: "Texel Bild einer Insel"
Herausgegeben vom VVV Texel.